Kirche Madonna di Leuca

SAC-B-066

Man weiß nicht, wer mich errichtet hat, auch nicht genau, wann. Der Name “Madonna di Leuca” und meine Lage auf der Landkarte zeigen jedoch eindeutig meine Funktionen als Rastplatz für die Pilger, welche einst viele Kilometer zu Fuß auf dem Weg zum Heiligtum der Maria von Leuca zurücklegten...

Man weiß nicht, wer mich errichtet hat, auch nicht genau, wann. Der Name “Madonna di Leuca” und meine Lage auf der Landkarte zeigen jedoch eindeutig meine Funktionen als Rastplatz für die Pilger, welche einst viele Kilometer zu Fuß auf dem Weg zum Heiligtum der Maria von Leuca zurücklegten. Außerdem ist sicher, dass im Laufe vieler Jahrhunderte hier Messen zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua gehalten wurden, dem ich ebenfalls geweiht bin. Meine Geschichte ist in Dunkel gehüllt. Es wird erzählt, dass ein Pilger auf dem Rückweg von Heiligtum der Maria in Leuca mich aufgrund eines Gelübdes anlegen ließ, nachdem er genau an dieser Stelle eine Erscheinung gehabt hatte. Die Legenden betreffen auch die Statue des Heiligen Antonius, der hier noch in einer Nische aufbewahrt wird. Es wird nämlich berichtet, dass längs der Straße nach Surano ein großer Felsen steht, der als “Stein des Heiligen Antonius” bezeichnet wird. Dieser diente einst dazu, während der Prozessionen die Statue zu tragen. Als die Kirche aber profanisiert wurde und die Statue bei der Prozession auf dem Weg ins Dorf war, wohin sie endgültig verbracht werden sollte, da sandte die Statue ein „Zeichen“ aus: als sie am Felsen vorbeikam, wurde sie plötzlich schwerer und zwang die Gläubigen so, wieder in Richtung Kirche zurückzukehren, wo die Statue, wie durch ein Wunder, wieder so leicht wurde wie vorher. Die Gesetze Napoleons, die 1804 mit dem Edikt von Saint Cloud erlassen worden waren, verbaten die Begräbnisse innerhalb bewohnter Bereiche. Dadurch erklärt sich auch meine Nutzung als Begräbnisstätte in der Zeit von 1840 bis 1912, als neben mir ein Friedhof angelegt wurde. Ich habe nur einen Innenraum, bin mit einem Spitzgewölbe bekrönt, habe Nischen an den Seitenwänden. Meine Fassade ist einfach: zwei glatte Lisenen an den Seiten, die oben mit einer Verzierung abschließen, und eine undekorierte Wand in der Mitte, über der ein Kreuz aus Metall steht. Ich habe zwei Eingänge: ein Portal mit gesprengtem Giebel, der auf Voluten ruht und in dessen Mitte sich eine Basis befindet, auf der einst wahrscheinlich eine Statue stand; ein rechteckiges Fenster mit Rahmen, der an den Ecken mit eingemeißelten Rosetten dekoriert ist. Aus der Südwand wächst ein kleiner durchbrochener Glockenturm hervor, der im Moment keine Glocke trägt. Die Innenausstattung wird durch zwei Altäre vervollständigt. Der Hauptaltar ist polychrom dekoriert und zeigt in der Mitte ein Oval, auf dem ein wahrscheinlich aus dem 16. Jh. stammendes Bild untergebracht ist, das die Heilige Maria von Leuca darstellt. Der Seitenaltar besteht aus einem Tisch und einer halbrunden Nische, die eine Steinskulptur des Heiligen Antonius von Padua enthält. Neben der Kirche befinden sich ein Friedhof und ein Raum mit zugemauertem Eingang, der als Wohnung für den Geistlichen und die Reisenden diente.

Latitudine 40° 1'35.69"N
Longitudine 18°19'22.65"E

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