Öffentlicher Olivenhain – Zufluchtsorte für Künstler

SAC-B-049

Ich bin im Rahmen eines Projekts zur Raumordnung erworben worden, das die Bezeichnung “Parco Paduli tra ulivi, pietre e icone” (“Paduli-Park zwischen Oliven, Steinen und Ikonen”) trägt, an dem 2011 die zehn Gemeinden teilgenommen haben, die zum Parco dei Paduli gehören. Ich bin der Ort...

Ich bin im Rahmen eines Projekts zur Raumordnung erworben worden, das die Bezeichnung “Parco Paduli tra ulivi, pietre e icone” (“Paduli-Park zwischen Oliven, Steinen und Ikonen”) trägt, an dem 2011 die zehn Gemeinden teilgenommen haben, die zum Parco dei Paduli gehören. Ich bin der Ort, an dem verschiedenen Funktionen der Landwirtschaft „öffentlich“ ausprobiert werden, eine neue Art und Weise, mit der dieses Gebiet behandelt wird.
Hier werden die Ergebnisse des Projekts “Die Paduli bewohnen” wieder aufgenommen, dies dank einer umfangreichen Arbeit, mit der eine neue Vorstellungswelt geschaffen wird, die zur Interpretation der Funktionen der ländlichen Umwelt beiträgt.
Meine 3000 Quadratmeter entsprechen der mittleren Ausdehnung eine Landstücks mit Olivenanbau, wie es in dieser Gegend sehr verbreitet ist und das einer Subsistenzwirtschaft entspricht. Eine “caseddhra”, d.h. ein alter Geräteschuppen, wurde für Kurzaufenthalte während der verschiedenen Arbeitsperioden des Jahres benutzt.
Die fortschreitende Krise der Landwirtschaft, die insbesondere durch ein zu kleinteiliges System verstärkt wird, hat zur Notwendigkeit geführt, das kleine Landgut kulturell neu zu betrachten, insbesondere im Zusammenhang mit einem allgemeinen Prozess der Einbeziehung von Einwohnern in die bessere Nutzung ihrer Umgebung.
Die Bäume, die bei mir stehen, dienten traditionell der Herstellung von Lampenöl und werden heute im Zusammenhang mit dem Projekt Lampa! angebaut, um Öl höchster Qualität und hohen kulturellen Wertes zu produzieren. Die “caseddhra” wurde entsprechend den Prinzipien der Bioarchitektur umgestaltet und ist ganz eigenständig. Es handelt sich um ein Beispiel für nachhaltige Umgestaltung eines bereits bestehenden Gebäudes, das jetzt als Wohnbau dient und in ein System von Unterkünften innerhalb des Parks einbezogen ist.
Unter anderem wurden hier Gäste aus Neuseeland, Deutschland oder England untergebracht.
Die “Zufluchtsorte für Künstler” befinden sich zwischen den Bäumen und sind regelrecht Werke der „Land-Art“, die aus ineinandergeflochtenen Zweigen und Schilfrohren, Blättern und Wurzeln bestehen.
Sie erzählen so von der ideellen Kraft, die der Olivenhain in den Jahreszeiten entfalten kann, zu denen er nicht produktiv ist.
Diese Zufluchtsorte sind das Ergebnis eines Projekts “Sich in den Paduli einnisten”. Sie sind selbstgebaut und vollständig biologisch abbaubar. Sie dienen dazu, einen Tourismus zu erleben, der vollständig in die Umgebung integriert ist. Dies alles findet vor den Augen von Niodemo statt, dem Aufseher des Olivenhains, der während eines Aufenthalts des Künstlers Dem ebenfalls aus natürlichen Teilen entstanden ist, dies im Zusammenhang mit dem Projekt „Kreaturen der Paduli“, bei dem Kinder und Erwachsene über ihre Bildsprache miteinander in einen Dialog eingetreten sind und dabei eine Phantasie-Geografie des Parks entworfen haben.

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