Kruzifix von Manfio

SAC-B-020

Ich befinde mich auf der Anhöhe der Serra di Casarano in der Gegend Manfio, die zur Stadt Ruffano gehört. Hier verliert sich der Blick auf der breiten Linie des Horizonts, bei klarem Wetter sieht man das Meer bei Gallipoli und die Strände von Ugento...

Ich befinde mich auf der Anhöhe der Serra di Casarano in der Gegend Manfio, die zur Stadt Ruffano gehört. Hier verliert sich der Blick auf der breiten Linie des Horizonts, bei klarem Wetter sieht man das Meer bei Gallipoli und die Strände von Ugento.
Beeindruckend ist hier ein bemerkenswertes Kapitell mit drei grotesken Gesichtern mit offenem Mund und großen, mandelförmigen Augen, das wahrscheinlich aus dem Mittelalter stammt. Einst stiegen die Mönche aus ihren Kammern direkt in den Kultraum hinab, heute sind diese Räume teilweise Ruinen. Wenn man die Felstreppe hinuntergeht, kommt man zu meinem Eingang. Die Fassade aus Tuffsteinen zeigt über dem Tor eine Lünette mit Christus als König aus dem Jahr 1944. Über dem Schrägdach steht ein schlanker Turm, der einst eine kleine Glocke trug. Durchschreitet man die eiserne Tür, so bekommt man überraschenderweise eine natürliche Grotte zu sehen, die in vorgeschichtlicher Zeit von einem kleinen unterirdischen Fluss in Fels gegraben worden ist. Entstanden ist so ein langer Gang, der sich in zwei Ende aufteilt.
Am Eingang links befindet sich ein Fresko mit Darstellung der Dreifaltigkeit von 1615, das auf den Pfeiler der Treppe gemalt ist, die ins Kloster führte. Hinter der Treppe steht eine hieratische weibliche Figur (13.-14. Jh.). Die reiche Kleidung lässt an eine heilige Königin denken, vielleicht Helena, die für die Auffindung des echten Kreuzes Christi bekannt war. Dann folgt ein Heiliger Eligius von 1615. Die letzte Figur auf der linken Seite ist die der Heiligen Konstantine von 1567.
Auf der linken Wand sind im 17. Jh. Fresken mit verschiedenen Heiligenfiguren aufgetragen worden. In folgender Reihenfolge sind hier der Heilige Veit in Adelskleidung des 17. Jhs., der Heilige Antonius der Große mit Jahreszahl 1616, der Sündenfall zu sehen. In der Mitte des Ganges steht ein Altar, der gleichzeitig mit den Fresken des 17. Jhs. errichtet wurde.
Auf der Altartafel in der Mitte befindet sich das Büstenbild einer großen Muttergottes mit Jesuskind, links davon der Heilige Benedikt, rechts die Heilige Katharina von Alexandria. Seitlich am Altartisch tauchen unten wiederum Adam und Eva auf.
Vor dem Altar öffnet sich eine Verzweigung: der linke Gang ist länger, während der rechte eigentlich nur eine Art Apsis darstellt. Auf der Rückwand eben dieses zweiten Ganges, in die eine Nische eingetieft ist, findet sich das interessanteste und faszinierendste Stück: das Kruzifix. Es stammt aus dem 13. Jh. und eine Art Mischung zwischen Skulptur und Malerei, fast schon ein Unikum in der salentinischen Kunst des Mittelalters. Das Bild des Christus patiens (des toten Christus) zeigt stilistisch einen byzantinischen Habitus mit dem Leichnam auf einem Felsrelief. Zu Beginn des 17. Jhs. wurde ein Teil des Freskos mit einer dünnen Stuckschicht bedeckt, auf der seitlich die Jungfrau Maria, der Heilige Johannes und unten Maria Magdalena gemalt sind.

Latitudine 39°59'38.46"N
Longitudine 18°11'48.54"E

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