Turm Madonna della Serra

SAC-B-017

Unter den mittelalterlichen Reiserouten Apuliens spielte der Pilgerweg zum Heiligtum von Leuca eine wichtige Rolle. Nachdem sie das Gebiet von Supersano verlassen hatten, machten die Reisenden an der höchsten Stelle der Gegend halt, der Madonna della Serra di Ruffano...

Unter den mittelalterlichen Reiserouten Apuliens spielte der Pilgerweg zum Heiligtum von Leuca eine wichtige Rolle. Nachdem sie das Gebiet von Supersano verlassen hatten, machten die Reisenden an der höchsten Stelle der Gegend halt, der Madonna della Serra di Ruffano, eine flache Stelle mit Ausblick in einer Höhe von 170 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus schaue ich herab, bin der Heiligen Maria geweiht, die allgemein Madonna del Latte genannt wird und stelle eine der wichtigsten Etappen auf dem „Fußweg nach Leuca“ dar. Den Besucher empfange ich in meinem Inneren mit Licht und Schatten.
Der Hauptaltar wurde 1910 aus Stein errichtet. In der Mitte ist das gleichzeitige Bild (auf Leinwand) der Madonna del Latte eingelassen, ein Werk des Malers Giovanni Stano aus Manduria (1871-1945). In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Statue in Pappmaché geschaffen, die ähnlich gehalten ist wie das Altarbild.
Auf einem Pfeiler befindet sich die Wandmalerei (wahrscheinlich aus dem 18. Jh.) der Muttergottes, die dem Jesuskind Milch gibt, nach dem Vorbild des bekannten Bildes der Madonna mit dem grünen Kissen von Andrea Solari (1470-1524). Diese Madonna wird von den Frauen aus Ruffano in hohen Ehren gehalten. Bis vor einigen Jahrzehnten rutschten sie auf Knien über den Vorplatz der Kirche und durch das Kirchenschiff, bis sie bei diesem Gnadenbild angekommen waren, wo sie um reichlich Milch für ihre Kinder baten.
In meinem Rücken befindet sich an höherer Stelle ein Beobachtungsturm aus dem 16. Jh. mit einer Pechnase über dem einzigen Zugang. Diese Stelle war für die Beobachtung des gesamten ausgedehnten Tals zu Füßen der Anhöhe ausgewählt worden. Der Turm ist Eigentum der Stadt Ruffano und wurde 2008 wieder hergestellt und zu einem Besucherzentrum und Naturkundemuseum umgestaltet.
Von hier aus kann man den noch erhaltenen Teil der Pilgerstraße durchlaufen, einen steilen Feldweg, der am gesamten Hügel entlang verläuft bis hin zum Platz vor dem Friedhof von Ruffano. Der beeindruckende Weg wird auch „via misteriosa“ genannt, dies weil man in der Osterzeit hier einen Kreuzweg abhält. Beherrscht wird er von den Pflanzen der Macchia Mediterranea, die auch auf den entlang des Weges aufgestellten Schautafeln erläutert wird.

Latitudine 40° 0'6.66"N
Longitudine 18°14'5.82"E

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