Mühle und Weinpresse

SAC-B-061

Das Land von Montesano war einst fast ganz von Weingärten bedeckt, Zeichen einer bäuerlich geprägten Gesellschaft und eines ehemals blühenden Wirtschaftszweigs, die heute marginal geworden sind.
In diesem kleinen Ort spricht man nämlich noch mit Wehmut von der Zeit “de la vigna a menzu ‘a chiazza”...

Das Land von Montesano war einst fast ganz von Weingärten bedeckt, Zeichen einer bäuerlich geprägten Gesellschaft und eines ehemals blühenden Wirtschaftszweigs, die heute marginal geworden sind.
In diesem kleinen Ort spricht man nämlich noch mit Wehmut von der Zeit “de la vigna a menzu ‘a chiazza” (des Weingartens auf dem Platz) als einer vergangenen Epoche, die die älteren Bewohner noch in Erinnerung haben.
Seit 2005 bin ich öffentliches Eigentum, dies dank der Stadtverwaltung, die auch eine grundlegende Umgestaltung des Baus eingeleitet hat, durch die ein wichtiges Denkmal der lokalen Industriearchäologie erhalten wird.
In der Vergangenheit gehörte ich der Familie Bitonti (der steinerne Bogen, den man durchschreitet, wenn man von der Piazza IV Novembre kommt, ist Teil des daneben liegenden Adelspalastes).
Bis in die 60er Jahre ich in Benutzung, und zwischen meinen Becken wurden die Trauben gepresst, die aus den Weinbergen der Familie stammten, auch wenn ich bei Bedarf auch von den Bauern der Gegend benutzt werden konnte.
Mein Aufbau ist ziemlich ungewöhnlich, denn er entspricht dem der Mühlen auf dem Land in den Masserie und Landhäusern auf den Gütern, und nicht dem der Städte.
Mein Grundriss ist langgestreckt und ich bin durch Kalksteinpfeiler aus den lokalen Steinbrücken in zwei Gänge geteilt.
Traditionelle Ziegel, die aus den Brennöfen von Lucugnano stammen, bilden mein Dach über den acht Becken: fünf davon haben einen Fußboden aus hartem Kalksteinpflaster, drei dagegen, wahrscheinlich aufgrund von Erneuerungsarbeiten, Platten aus Pietra Leccese (chianche).
Die Becken waren leicht geneigt ausgeführt und zeigen am linken südlichen Ende einen kleineren Graben, der die Aufnahme des Mosts erleichterte, welcher mit Körben (panari) in die Fässer geschüttet wurde, um dort weiter zu gären. Nach dem Absaugen aus dem Gärbottich wurde dann der Trester ausgedrückt, dies durch eine Presse, die noch in den Räumen mit Gewölbe aufbewahrt wird.
In der Nähe befanden sich zwei Zisternen, aus denen man das Wasser schöpfen konnte, das man brauchte, um die Werkzeuge zur Weinherstellung zu waschen.

Latitudine 39°58'29.01"N
Longitudine 18°19'25.36"E

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