Krypta Madonna della Coelimanna

SAC-B-054

Ich befinde auf einer der Seiten der Anhöhe von Supersano und bin heute innerhalb des Ortsfriedhofs.
Wie andere Felskirchen bin ich in den Kalksteinfels des Salento gehauen worden und die nackten Felswände wurden im Laufe der Jahrhunderte mit Fresken verziert...

Ich befinde auf einer der Seiten der Anhöhe von Supersano und bin heute innerhalb des Ortsfriedhofs.
Wie andere Felskirchen bin ich in den Kalksteinfels des Salento gehauen worden und die nackten Felswände wurden im Laufe der Jahrhunderte mit Fresken verziert.
Die ältesten Wandmalereien, die sich bei mir erhalten haben, wurden Ende des 11. Jhs. bzw. in den ersten Jahrzehnten des 12. Jhs. geschaffen. Es handelt sich um ein Diptychon rechts vom Eingang mit Heiligenbildern, die als Ganzkörperfiguren erscheinen: als erstes ist der Apostel Andreas dargestellt, während man in der zweiten Figur Michael Synkellos erkannt hat, einen Heiligen, der nur selten verehrt wird. Dem Eingang gegenüber befindet sich, vom Hauptraum mit den Gläubigen durch zwei Pfeiler und einen Bogen abgetrennt, das Bema, der heilige Bereich mit dem Altar. Auf dem rechten Pfeiler ist eine später hinzugefügte Figur eines Heiligen Diakons zu sehen, der Heilige Laurenz oder Stefan, der ein Priestergewand trägt. Wahrscheinlich während des 14. Jhs. wurden die Fresken geschaffen, die die linke Seite des Raums schmücken: der thronende Christus, Johannes der Evangelist, die große Ikone mit dem Heiligen Nikolaus und Johannes dem Täufer. Die Darstellungen der Heiligen Maria mit dem Kind sind noch später, wahrscheinlich aus dem 15. Jh. und sie zeigen ein ununterbrochenes Durchlaufen des Marienkultes bis in unsere Tage. Der nördliche Teil zeigt interessante, fast schon etwas naive Malereien, die wahrscheinlich gegen Ende des 17. oder in den ersten Jahrzehnten des 18. Jhs. geschaffen wurden. Durch einen eleganten Barockaltar wird dieser Teil der Felskirche fast von Rest unabhängig und erhält eine Verbindung zum darunterliegenden Heiligtum.
Die Kirche, die mit ihrem unteren Teil auf der Krypta ruht, ist gegen Ende des 17. Jhs. errichtet worden und zeigt auf dem Portal das Datum: Anno Reparatae Salutis 1746. Von großem Wert ist das Hochrelief in Pappmaché des Künstlers Giuseppe Manzo (1849-1942) aus Lecce; dargestellt ist hier die Heilige Maria, die einer Hirtin und einem Kranken erscheint. Der Überlieferung zufolge erschien die Madonna einem jungen Mädchen, das eine Herde hütete und trug diesem auf, in sein Dorf zurückzukehren, um den Pfarrer von der Erscheinung in Kenntnis zu setzen. Dieser fand sich am Ort der Erscheinung ein und konnte nichts Ungewöhnliches feststellen. Am nächsten Tag aber, dem ersten Sonntag im Juli, kehrte er mit einer Gruppe von Gläubigen zurück, die den Busch entfernten, in dem die Madonna erschienen war und fanden so die freskengeschmückte Krypta, die wir heute sehen können.
Für die Weihung an die Madonna di Coelimanna, die bisher ziemlich unerklärlich erschien, konnte kürzlich eine mögliche Erklärung gefunden werden, als auf dem oberen Teil der Anhöhe, einige Exemplare der Manna-Esche gefunden wurden. Aus dem Saft dieser Pflanze wurde bereits im Mittelalter eine süße Substanz gewonnen, die als Medikament diente.

Latitudine 40° 1'14.26"N
Longitudine 18°13'47.30"E

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