Palast der Grafen

SAC-B-057

Meine Geschichte ist mit der der Feudalherren von Botrugno verbunden.
Die Maramonte waren unter den mächtigsten Familien in der Terra d'Otranto und erwarben das Lehen von Botrugno im 13. Jh., das bis zur Mitte des 17. Jhs. in ihrer Hand blieb. Sie verbanden sich mit anderen Adelsfamilien, mit den...

Meine Geschichte ist mit der der Feudalherren von Botrugno verbunden.
Die Maramonte waren unter den mächtigsten Familien in der Terra d'Otranto und erwarben das Lehen von Botrugno im 13. Jh., das bis zur Mitte des 17. Jhs. in ihrer Hand blieb. Sie verbanden sich mit anderen Adelsfamilien, mit denen sie verwandt waren und durch Heiraten und Lehensverkäufe Erbschaftsverhältnisse eingingen.
Auf die Maramonte folgten die Castriota, die das Lehen in der zweiten Hälfte des 17. Jhs. erwarben, und zwar „mit seiner Burg bzw. Festung” (“con suo castello seu fortellezza”), wobei sie den Grafentitel erhielten.
Sie blieben bis Anfang des 19. Jhs. die Herren von Botrugno, als die napoleonischen Gesetze der Feudalherrschaft juristisch ein Ende bereiteten, auch wenn diese über lange Zeit noch faktisch in dieser Gegend weiterbestand, da dieser die einzige Form des politischen und sozialen Aufbaus darstellte.
Die Guarini, Nachfolger der Castriota, beherrschten den Ort in ähnlicher Weise wie die Feudalherren, indem sie den Landbesitz verwalteten, der die einzige Arbeitsmöglichkeit der Gemeinde darstellte. Ignazio Guarini und seine Frau Teresa Lubelli waren die letzten Vertreter der Feudalherrschaft in der Gemeinde und meine letzten privaten Besitzer.
Ich befinde mich an der Piazza Indipendenza, die bis ins 19. Jh. „Largo del Monastero“ hieß, dies nach dem Franziskanerkonvent, der heute nicht mehr in seiner ursprünglichen Form existiert.
Anfänglich hatte ich die Form einer Festung, die der Verteidigung diente, dann wurde ich nach und nach zu einem Adelswohnsitz ausgebaut.
Im 18. Jh. wurde ich stark erweitert und umgebaut. Angelegt wurden der Balkon mit dekorierter Balustrade an der Terrasse und die Innendekoration mit Wandmalereien.
Die Fassade zeigt zwei Eingangstore mit Adelswappen darüber, die die enge Verbindung zwischen den Feudalfamilien Maramonte, Castriota und Guarini zeigen. Das linke Tor führt in den rechteckigen Hof, an dem die Räume liegen, die einst als Toiletten, Ställe, Küchen, Lagerräume und Weinkeller dienten.
Die Räume im Erdgeschoss sind 77 und alle davon sind mit Pietra Leccese ausgestattet. Vom Hof gelangt man durch ein Portal mit dem Wappen der Guarini zu einer Freitreppe, die in den oberen Stock führt, der einst als Wohnbereich der Adelsfamilie diente.
Wie Cosimo De Giorgi in seinen “Reiseaufzeichnungen” berichtet, war der erste Raum, den man betritt, bis ins 19. Jh. mit Wandmalereien dekoriert, die an der Decke das Wappen der Castriota zeigten, und an den Wänden die anderer Adelsfamilien.
Das obere Stockwerk besteht aus 46 Räumen, zu denen eine ausgedehnte Terrasse hinzukommt. Die Räume zeigen Deckengewölbe, einige sind mit Mosaikfußböden aus dem 19. Jh. ausgestattet, während andere Wandmalereien aus dem 18. und 19. Jh. zeigen.
Einige Malereien wurden 1773 von Ludovico Giordani geschaffen und zeigen die Suche nach Perspektive mit einer „hintergrundlosen Dekoration“, vor allem im Hauptraum. Die Malereien aus dem 19. Jh. sind in “pompejanischem” Stil ausgeführt worden.
Der Durchgang, der von einem der Innenräume zur Empore in der Privatkapelle der Heiligen Anna führte, war der Adelsfrau vorbehalten, die so ihren höheren gesellschaftlichen Rang unterstrich
Ein einstmals sehr ausgedehnter Garten in meinem Inneren war der Ort von Spielen, mit denen die Adelsfamilien ihre Zeit zwischen Obstbäumen, Weinlauben und Brunnen zu vertreiben pflegten.

Latitudine 40°03'52.70"N
Longitudine 18°19'30.93”E

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